Der September hat wichtige Veränderungen bei Marilles gebracht. Nach neun Jahren an der Spitze der Stiftung habe ich beschlossen, einen Schritt zur Seite zu machen – zur Seite, wohlgemerkt, nicht zurück! –, um Raum für neue Impulse, neue Energie und neue Ideen zu schaffen. Vor einigen Monaten haben wir einen Übergangsprozess eingeleitet, um die Führung von Marilles mit einem neuen Direktor zu stärken. Es war eine lange Vorbereitungsphase, die nun Früchte trägt.
Ich freue mich außerordentlich, Ihnen mitteilen zu können, dass Pablo Rodríguez Ros seit diesem September neuer Direktor der Stiftung Marilles ist. Pablo arbeitet bereits seit einiger Zeit mit uns daran, mehr und besser geschützte Meeresgebiete im Balearenmeer und im gesamten Mittelmeer zu schaffen. Er ist promovierter Ozeanograf und verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Verbesserung des Erhaltungszustands unserer Meere – in der Forschung ebenso wie im öffentlichen Sektor und in der Zivilgesellschaft.
Ich selbst übernehme eine neue, stärker institutionell ausgerichtete Aufgabe. Mein Schwerpunkt wird darauf liegen, die finanzielle Stabilität der Stiftung zu sichern und die bisherige wie auch die künftige Arbeit von Marilles stärker sichtbar zu machen. Dabei werde ich eng mit dem neuen Direktor zusammenarbeiten und ihn gewissermaßen „von der Seitenlinie“ unterstützen.
Es waren außergewöhnliche und intensive Jahre. 2015 begann ich, gemeinsam mit der Adessium Foundation an der Idee für eine Organisation zu arbeiten, die das Balearenmeer zu einem Vorbild für den Meeresschutz machen sollte. Daraus entstand 2017 Marilles – und seither ist viel passiert.
Marilles hat sich als einer der wichtigsten Akteure für den Meeresschutz auf den Balearen etabliert. Initiativen wie der Bericht Mar Balear, MARE, der Pacte Blau Balear, Calant Xarxes, Arxipèlag Blau und unser Stipendien- und Weiterbildungsprogramm für den dritten Sektor haben – neben vielen weiteren Projekten – dazu beigetragen, die Grundlagen für langfristige Veränderungen zu schaffen.
Intern haben wir unser Budget verfünffacht. Heute können wir auf die Unterstützung einer Gemeinschaft von Stiftungen sowie regelmäßigen Spenderinnen und Spendern zählen, die sich dauerhaft finanziell für unsere Stiftung engagieren. Für dieses Vertrauen sind wir sehr dankbar – und wir wollen es mit konkreten Ergebnissen für das Balearenmeer weiter stärken.
All das war nur möglich dank des unermüdlichen Einsatzes unseres professionellen Teams und die Arbeit all jener Organisationen und Menschen, die sich dafür einsetzen, den Zustand unseres Meeres und unserer Küsten zu verbessern.
Wir stehen vor Herausforderungen von enormer Tragweite: der raschen Erwärmung der Ozeane, Angriffen auf wissenschaftliche Erkenntnisse, Desinformation und einer chronischen Unterfinanzierung des Meeres- und Küstenschutzes. Doch es gibt auch viele Entwicklungen, die uns zuversichtlich stimmen. Wir wissen, dass sich Investitionen in den Meeresschutz auszahlen. Die Fischer ernten die Früchte jahrelanger Anstrengungen, die Privatwirtschaft erwacht aus ihrem Dornröschenschlaf und beginnt zu erkennen, dass der Wohlstand der Balearen von einem intakten Meer abhängt. Und die Bevölkerung fordert mehr politisches und finanzielles Engagement.
All das stimmt uns optimistisch. Wir haben viel erreicht, doch wir müssen unsere Ambitionen weiter steigern. Die Balearen sollen über die größten und am besten geschützten Meeresschutzgebiete im Mittelmeer verfügen, über eine vorbildliche Fischereiflotte und über saubere, lebendige Gewässer, in denen Lebensräume und Arten hervorragend erhalten sind.
Willkommen bei Marilles 2.0 – eine neue Etappe beginnt!
Aniol Esteban
Gründer und Direktor für strategische Entwicklung