Gemeinsam für die Zukunft des Meeresschutzgebiets Illa de l’Aire
Veröffentlicht 18.05.2026
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Die Stiftung Marilles setzt ihre Unterstützung von Menorca Preservation fort und fördert auch 2026 das Projekt zur partizipativen Governance im Meeresschutzgebiet Illa de l’Aire (RMIA). Ziel ist es, den begonnenen Beteiligungsprozess weiter auszubauen und eine offene, inklusive und wirksame Verwaltung dieses wertvollen Meeresschutzgebiets dauerhaft zu verankern.
Nachdem in einer ersten Projektphase die strategischen Grundlagen geschaffen und in einer zweiten Phase ein Beteiligungsforum aufgebaut wurden, beginnt nun die Konsolidierungsphase. Im Mittelpunkt stehen der weitere Ausbau der Mitwirkungsmöglichkeiten sowie die Umsetzung konkreter Maßnahmen, die aus der lokalen Gemeinschaft selbst hervorgegangen sind.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Freizeitfischerei. Als wichtige Nutzergruppe des Meeresschutzgebiets sollen Freizeitangler noch stärker in den Dialog eingebunden werden. Geplant sind verschiedene Treffen und Veranstaltungen, bei denen Freizeit- und Berufsfischer, Behörden sowie weitere Interessengruppen gemeinsam an Lösungen arbeiten. Ziel ist es, den Wissensaustausch zu fördern, die Kommunikation zu verbessern und die Beteiligung rund um das Meeresschutzgebiet weiter zu stärken.
Rebecca Morris, Direktorin von Menorca Preservation, erklärt: „Die Zusammenarbeit mit der Stiftung Marilles ist entscheidend, damit wir dieses Projekt weiterentwickeln und ein starkes Netzwerk von Menschen und Organisationen aufbauen können, die sich für die Zukunft des Meeresschutzgebiets Illa de l’Aire engagieren. Wir sind überzeugt, dass echte Beteiligung und gemeinsames Handeln die Grundlage für langfristige Lösungen zum Schutz des marinen Naturerbes Menorcas sind.“
Auch Aniol Esteban, Direktor der Stiftung Marilles, unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Die Stiftung Marilles engagiert sich seit vielen Jahren für eine partizipative Meeresgovernance auf den Balearen. Unser Ziel ist es, Strukturen zu schaffen, in denen die lokale Bevölkerung aktiv an der Gestaltung und dem Schutz des Meeres mitwirkt. Meeresschutzgebiete haben sich als wirksames Instrument erwiesen, um die Artenvielfalt zu fördern und Fischbestände wieder aufzubauen – mit positiven Auswirkungen auf Natur, Gesellschaft und Wirtschaft. Das Projekt auf der Illa de l’Aire zeigt, dass langfristiges Engagement und die Zusammenarbeit aller Beteiligten zu einer erfolgreichen und nachhaltigen Verwaltung führen können.“
Projektkoordinatorin Aina Blanco-Magadán Salvà ergänzt: „In dieser neuen Projektphase können wir den gemeinsamen Austausch weiter festigen und der lokalen Gemeinschaft noch mehr Möglichkeiten bieten, sich aktiv für den Schutz des Meeresschutzgebiets Illa de l’Aire einzusetzen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.“
Das Beteiligungsforum wächst weiter
Im Februar 2025 fand das erste Forum für partizipative Governance des Meeresschutzgebiets Illa de l’Aire statt. Mehr als 40 Vertreterinnen und Vertreter aus der lokalen Bevölkerung, der öffentlichen Verwaltung, Umweltorganisationen sowie aus Fischerei und Wissenschaft kamen zusammen, um dieses neue Beteiligungsformat ins Leben zu rufen und erste gemeinsame Handlungsfelder festzulegen.
Das Forum versteht sich als offene, sektorübergreifende Plattform, auf der Herausforderungen gemeinsam diskutiert, Lösungen entwickelt und konkrete Maßnahmen angestoßen werden. Gleichzeitig stärkt es die Mitwirkung der Bevölkerung bei Entscheidungen, die die Küstenregion der Gemeinde Sant Lluís betreffen.
Im Laufe des Jahres 2025 hat sich rund um das Meeresschutzgebiet eine engagierte Gemeinschaft entwickelt. Mehr als 40 Personen beteiligen sich regelmäßig am Forum, über 70 weitere haben an Workshops und Veranstaltungen teilgenommen. Darüber hinaus konnten zahlreiche öffentliche Einrichtungen und zivilgesellschaftliche Organisationen in den Prozess eingebunden werden.
Das Projekt hat bereits erste konkrete Erfolge erzielt: So hat die Verwaltung einer Geschwindigkeitsbegrenzung für Boote im Schutzgebiet zugestimmt – ein Beispiel dafür, wie gemeinsames Engagement zu messbaren Verbesserungen für den Meeresschutz führen kann.
Ein einzigartiger Lebensraum im Mittelmeer
Die Illa de l’Aire ist ein bedeutendes Schutz-, Rast- und Nahrungsgebiet für zahlreiche Zugvogelarten und bietet mehr als 600 Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum.
Seit der Ausweisung des Meeresschutzgebiets im Jahr 2019 hat sich die Biomasse der dort lebenden Fische mehr als verdoppelt. Gleichzeitig ist auch ihre Häufigkeit deutlich gestiegen. Diese Entwicklung belegt eindrucksvoll, wie wirksam konsequente Schutzmaßnahmen für die Erholung mariner Ökosysteme sind.