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Marilles betont die Besonderheiten der balearischen Fischereiflotte beim EU-Fischereikommissar

Veröffentlicht 05.02.2026

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Marilles betont die Besonderheiten der balearischen Fischereiflotte beim EU-Fischereikommissar

„Das Meer in gutem Zustand zu erhalten ist der beste Weg, die Zukunft der Fischerei zu sichern.“ Mit dieser Botschaft wandte sich unser Direktor Aniol Esteban an den EU-Kommissar für Fischerei, Costas Kadis, der anlässlich der ersten Konferenz über Fischerei, Insularität und Co-Management zu Besuch auf Mallorca war.

Esteban hob die Besonderheiten der Fischereiflotte der Balearen sowie die Erfolge ihres ihrer Bewirtschaftung hervor. Diese zeigen sich unter anderem in einer Verkleinerung der Flotte, die zu einer geringeren Belastung der Ökosysteme des Balearischen Meeres geführt hat, während gleichzeitig die wirtschaftliche Rentabilität erhalten blieb. Ein wichtiger Teil dieses Erfolgs ist auch auf die positiven Effekte der Fischereischutzgebiete (reservas marinas de interés pesquero, RMIP) zurückzuführen.

Für diese Meeresschutzgebiete forderte Esteban eine intensivere wissenschaftliche Begleitung, eine bessere Überwachung sowie ein effizienteres Management, das den Sektor selbst stärker einbindet – etwa durch Modelle der kooperativen Fischereiverwaltung (Co-Management). Zusammen mit einer Ausweitung streng geschützter Zonen (No-Take-Zonen) würde dies dazu beitragen, stabile Fischbestände zu sichern und eine nachhaltige Zukunft für den Sektor zu gewährleisten. Auf den Balearen gibt es derzeit zwölf Meeresschutzgebiete, die zusammen 0,93 % der Meeresfläche umfassen und nachweislich positive Effekte für die Berufsfischerei haben.

Mit Blick auf konkrete Maßnahmen auf europäischer Ebene sprach sich Esteban zudem für stärkere Anreize für nachhaltige Fischerei, eine gerechtere Verteilung der Fangquoten – mit besonderem Augenmerk auf die Thunfischquote – sowie für stabile und verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen aus.