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Marilles drängt auf finanzielle Absicherung des Meeresnaturschutzplans

Veröffentlicht 05.05.2026

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Marilles drängt auf finanzielle Absicherung des Meeresnaturschutzplans

Die Stiftung Marilles hat die Balearen-Regierung aufgefordert, die Finanzierung des am 16. Februar vorgestellten Meeresnaturschutzplans sicherzustellen. In einem offiziellen Schreiben an Regierungspräsidentin Margalida Prohens und den Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Umwelt, Joan Simonet, drängt sie auf eine rasche Bereitstellung der erforderlichen Mittel.

Wie Marilles bereits bei der Vorstellung des Plans kritisierte, fehlt bislang ein entscheidender Baustein: ein verbindliches Budget, das seine Umsetzung gewährleistet. Zwar müsste die Finanzierung grundsätzlich im Haushalt der Autonomen Gemeinschaft verankert werden. Nach Auffassung der Stiftung bietet jedoch die Verabschiedung des Jahresplans der Steuer für nachhaltigen Tourismus (ITS) 2026–2027 die Möglichkeit, dringend notwendige Maßnahmen kurzfristig auf den Weg zu bringen.

Marilles fordert das zuständige Ministerium deshalb auf, Projekte vorzulegen, die unmittelbar mit dem Meeresnaturschutzplan verknüpft sind und über die ITS finanziert werden können. Falls erforderlich, sollten diese gemeinsam mit den weiteren zuständigen Ministerien entwickelt werden.

Zu den Maßnahmen, deren Finanzierung Marilles vorschlägt und die bereits Bestandteil des Regierungsplans sind, zählen insbesondere:

  • ein wissenschaftliches Monitoringprogramm zur Beobachtung der marinen Biodiversität,
  • ein Schutzprogramm für flache Küstenbuchten,
  • eine verstärkte Überwachung der Meeresschutzgebiete sowie
  • die Einführung gemeinsamer Managementpläne für die Buchten von Alcúdia und Pollença.

Nach Einschätzung von Marilles verfügt der Meeresnaturschutzplan über großes Potenzial. Ohne eine gesicherte Finanzierung besteht jedoch die Gefahr, dass die für 2027 und 2030 festgelegten Ziele nicht erreicht werden.

Aniol Esteban, Direktor der Stiftung Marilles: „Der Meeresnaturschutzplan könnte ein wichtiges Instrument sein, um die Zukunft unseres Meeres zu sichern. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass jetzt die notwendigen Mechanismen aktiviert werden, damit aus den vorgesehenen Maßnahmen konkrete Taten werden.“