Marilles stellt Vies Blaves vor: neue Schwimm- und Schnorchelrouten für Menorca
Veröffentlicht 09.07.2026
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Die Stiftung Marilles stellt auf Menorca die Initiative Vies Blaves (Blaue Routen) vor. Das Projekt verbindet Schwimmen und Schnorcheln mit Naturerlebnis und Umweltbildung und möchte eine neue Form der Küstennutzung fördern – geprägt von Respekt für die Natur und getragen von der Zusammenarbeit aller Akteure, die mit der Küste verbunden sind.
Die Vies Blaves sind als ausgewiesene Küstenabschnitte konzipiert, die mit Bojen und Informationstafeln markiert sind und sicheres Schwimmen und Schnorcheln ermöglichen. Langfristig soll daraus ein balearenweites Netzwerk mit einer gemeinsamen Marke entstehen, das von den einzelnen Gemeinden übernommen werden kann. Das Projekt verfolgt drei Ziele: die Küstenökosysteme erlebbar und ihren Wert sichtbar zu machen, die gemeinsame Verantwortung für die Nutzung der Küste zu stärken und die Sicherheit von Badegästen auch außerhalb der Strände zu verbessern.
Vorbild ist das katalanische Netzwerk Vies Braves, das der Langstreckenschwimmer Miquel Sunyer 2014 ins Leben gerufen hat.
Vorgestellt wird das Projekt am Donnerstag, den 9. Juli, im Kulturzentrum Es Claustre in Maó. Neben einem Vortrag von Miquel Sunyer findet eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Naturschutz, Tourismus, Sport und öffentlicher Verwaltung statt. Gemeinsam diskutieren sie die Chancen, die dieses Modell für Menorca bietet.
„Nur wenige Mittelmeerinseln sind so eng mit ihrer Natur verbunden wie Menorca“, sagt Miquel Sunyer. „Die Vies Blaves ermöglichen es Einheimischen und Gästen, dieses Naturerbe unmittelbar zu erleben. Es geht nicht nur ums Schwimmen – es geht darum, das Meer zu verstehen und lieben zu lernen. Was man kennt, schätzt man. Und was man schätzt, schützt man.“
Für Aniol Esteban, Direktor der Stiftung Marilles, sind die Vies Blaves „Schwimmkorridore entlang der Küste, die Badegästen und Schwimmerinnen und Schwimmern einen sicheren Raum bieten und gleichzeitig die einzigartige Unterwasserwelt für alle erlebbar machen. So entsteht ein geschützter Bereich – sowohl für die Menschen als auch für die empfindlichen Meeresökosysteme entlang unserer Küsten.“ Das Projekt stehe beispielhaft für die Beziehung zum Meer, die Marilles auf den Balearen fördern möchte: „eine verantwortungsvolle Nutzung, die Meeresschutz, Sicherheit, Gesundheit und regionale Entwicklung miteinander verbindet.“
Unterstützt wird die Veranstaltung vom GOB Menorca. Dessen Vertreter Oriol Radalga erklärt: „Die Vies Blaves können dazu beitragen, die unterschiedlichen Nutzungen der Küste besser miteinander in Einklang zu bringen, sichere Bereiche für nicht motorisierte Wassersportarten zu schaffen und einen respektvolleren Umgang mit dem Küstenraum zu fördern.“
Auch Toni Huguet von der Menorca Channel Swimming Association begrüßt die Initiative: „Wir haben das schönste Blau des Mittelmeers – jetzt gilt es, dieses Meer das ganze Jahr über sicher genießen zu können.“
Für Icia Fernández von ARTIEM Hotels geht das Projekt weit über den Sport hinaus: „Initiativen wie diese fördern eine aktive Gemeinschaft, die sich für die körperliche und seelische Gesundheit der Menschen ebenso einsetzt wie für den Schutz der Natur. Die Vies Blaves stärken unsere Verbindung zum Mittelmeer und schaffen durch Bewegung ein neues Bewusstsein – für unsere eigene Gesundheit ebenso wie für den Erhalt unserer Umwelt. Denn eine Gesellschaft, die sich bewegt und sich mit ihrer Heimat verbunden fühlt, ist auch eine glücklichere Gesellschaft.“
Helena Vilchez, Umweltstadträtin der Gemeinde Es Mercadal, betont: „Die Vies Blaves greifen einen langjährigen Wunsch für die Bucht von Fornells auf. Wir sind überzeugt, dass sich dieses Modell auch auf weitere Küstenabschnitte unserer Gemeinde übertragen lässt – insbesondere in Strandnähe. Unser Ziel ist es, Schwimmrouten zu schaffen, die den Menschen einen nachhaltigen, sicheren und naturverträglichen Zugang zum Meer ermöglichen.“