Videobotschaft an die Tourismusindustrie: So wichtig ist ein gut geschütztes Meer
Veröffentlicht 06.03.2025
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„FRIENDLY REMINDER“ ANLÄSSLICH DER TOURISMUSMESSE ITB: DIE ZUKUNFT DES TOURISMUS AUF DEN BALEAREN HÄNGT DIREKT VON SAUBEREN, ARTENREICHEN GEWÄSSERN AB
Die Zukunft und ein erheblicher Teil der Einnahmen des Tourismus auf den Balearen beruhen auf sauberen Küsten und einem intakten Meer. Deshalb fordern wir vom Tourismussektor ein stärkeres Engagement für den Schutz unserer Meere. Unternehmen, die vom Tourismus profitieren, sollten sich aktiv an Schutzmaßnahmen für Meeres- und Küstenökosysteme beteiligen, denn ein gesundes, gut erhaltenes Meer ist nicht nur für das Überleben der Branche essenziell, sondern auch für das Wohl der gesamten Gesellschaft.
Zeitnah zur ITB fordern wir mithilfe eines Video, touristische Gewinne verstärkt in den Meeresschutz fließen zu lassen. Der Erfolg der Branche ist eng mit dem Zustand der marinen Ökosysteme verknüpft – das zeigt sich jedes Jahr aufs Neue in den Werbekampagnen und Messeauftritten der Tourismusunternehmen. Das Meer schenkt dem Tourismus unzählige Vorteile: Freizeitmöglichkeiten, Klimaregulierung und Küstenschutz. Paradoxerweise investiert der Sektor jedoch kaum in den Schutz und Erhalt dieser Ressource.
Aniol Esteban, Direktor der Stiftung Marilles: „Die großen Unternehmen, die vom Tourismus profitieren, scheinen in Sachen Meeresschutz im Winterschlaf zu sein. Hoffentlich wachen sie mit dem Frühling aus ihrer Lethargie auf.“
Marilles ist der Ansicht, dass sich der Tourismussektor stärker für die Erweiterung und Verbesserung von Meeresschutzgebieten, den Schutz mariner Lebensräume und Arten sowie die Förderung einer nachhaltigen lokalen Fischerei einsetzen sollte.
Einige Akteure der Branche haben bereits Engagement gezeigt, indem sie den Blauen Balearen-Pakt unterstützen und einzelne Schutzprojekte finanzieren. Jetzt ist es an der Zeit, noch einen Schritt weiterzugehen und den politischen Einfluss der Branche zugunsten des Meeresschutzes zu nutzen.
Aniol Esteban, Direktor der Marilles Stiftung: „Die großen Unternehmen, die vom Tourismus profitieren, scheinen in Sachen Meeresschutz im Winterschlaf zu sein. Hoffentlich wachen sie mit dem Frühling aus ihrer Lethargie auf.“
SYSTEM ZUR ERFASSUNG DES NATURKAPITALS
Während dieser Tage die ITB stattfindet, sollte auch ein weiteres wichtiges Thema nicht vergessen werden: die sozialen und ökologischen Kosten des Tourismus, die oft schwer zu beziffern sind. Die Tourismusbranche existiert nur dank einer gesunden Natur. Deren fortschreitende Zerstörung gefährdet langfristig die wirtschaftliche Grundlage der Region. Investitionen in den Schutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen sind daher eine kluge Strategie zur Sicherung der touristischen Zukunft – gerade in Zeiten von Klimawandel und Biodiversitätsverlust.
Eine der Maßnahmen, die der Tourismussektor vorantreiben könnte – und die im Blauen Balearen-Pakt enthalten ist –, wäre die Einführung eines Systems zur Erfassung des Naturkapitals. Dieses würde den Zustand der natürlichen Umwelt sichtbar machen und aufzeigen, wie er den Tourismus beeinflusst.
WEITERE INFORMATIONEN:
- Eine von Marilles in Auftrag gegebene wirtschaftliche Studie zur Meeresreservat Marina de Levante im Osten Mallorcas zeigte bereits, dass der Tourismussektor zwei Drittel der jährlichen Gewinne dieser Schutzgebiete für sich beansprucht. Diese Situation dürfte sich entlang der gesamten spanischen Küste wiederholen.