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Geschwindigkeitsbegrenzung zur Vermeidung von Kollisionen zwischen Schiffen und Walen

Veröffentlicht 14.06.2024

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Geschwindigkeitsbegrenzung zur Vermeidung von Kollisionen zwischen Schiffen und Walen

Die Stiftung Marilles hat gemeinsam mit anderen Organisationen einen Artikel unterzeichnet, in dem sie die spanische Regierung auffordert, eine verpflichtende Maßnahme zur Geschwindigkeitsreduzierung für Schiffe einzuführen, die durch den Migrationskorridor der Meeressäuger im Mittelmeer fahren. Diese Maßnahme sollte in den Verwaltungsplan für den Korridor aufgenommen werden, der derzeit vom Ministerium für den ökologischen Wandel und die demografische Herausforderung ausgearbeitet wird, und dazu beitragen, das Risiko von Kollisionen zwischen Schiffen und Walen zu verringern. 

Wie im Artikel dargelegt wird, „sind Kollisionen mit Schiffen die Hauptursache für vom Menschen verursachte Todesfälle bei Finnwalen und Pottwalen im nordwestlichen Mittelmeer“. Zudem wird darauf hingewiesen, dass das Sterberisiko für einen Wal praktisch null ist, wenn ein Schiff mit einer Geschwindigkeit von maximal 10 Knoten fährt. 

Es ist zu beachten, dass die Populationen von Meeressäugern im Mittelmeer zurückgehen. Der Biologe Carlos Bravo von Ocean Care hebt insbesondere das Vorkommen großer Wale hervor – des Pottwals und des Finnwals –, betont jedoch, dass diese Bestände zunehmend schrumpfen. „In den 1990er-Jahren schätzte man, dass es rund 3.500 Finnwale in der Region gab. Heute geht die Wissenschaft davon aus, dass nur noch etwa 1.800 übrig sind“, erklärt er. 

Der Artikel wurde von Carlos Bravo im Namen der Organisationen OceanCare, WWF, Greenpeace, Client Earth, Oceana, Ecologistas en Acción, Alnitak, Fundación Marilles, GOB Mallorca und Save the Med unterzeichnet.