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Àlex Bartolí: "Das Mittelmeer ist das gefährlichste Gewässer für Haie"

Veröffentlicht 10.12.2024

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Àlex Bartolí: "Das Mittelmeer ist das gefährlichste Gewässer für Haie"

Àlex Bartolí ist Meeresbiologe und Experte für Fischerei und den Schutz von Haien und Rochen. Er ist Mitbegründer von SUBMON, Berater und Spanien-Delegierter der European Elasmobranch Association sowie Mitglied der SSC Shark Specialist Group der IUCN. Im Rahmen einer Tagung zur Biodiversität im Meer der Balearen hielt er einen Vortrag über Techniken zur Reduzierung der Sterblichkeit von Knorpelfischen.

Ist der Schutzstatus von Knorpelfischen im Mittelmeer Ihrer Meinung nach kritisch?
Ja. Tatsächlich ist das Mittelmeer das gefährlichste Gewässer für Haie. Es ist eine der Regionen, in denen Haiarten am stärksten gefährdet sind – hauptsächlich aufgrund von Überfischung. Im Mittelmeer gibt es zwar keine Fischerei, die gezielt auf Haie abzielt, aber fast alle Fanggeräte verursachen unbeabsichtigte Beifänge. Zusammen mit dem Klimawandel, der Verschmutzung, der Zerstörung von Lebensräumen, Nahrungsmangel und anderen Faktoren, hat dies dazu geführt, dass fast 50 % der 80 Hai- und Rochenarten des Mittelmeers gefährdet sind.

Ist Überfischung die größte Bedrohung?